| HOME > CLUBREGATTA > REGATTA 24.5.2010

Regattabericht vom Matchrace am 24.5.10

Es war letzten Montag, ein Pfingstmontag wie schon andere Pfingstmontage zuvor, als Lui und ich aufbrachen, um 10 Uhr den begehrten Pokal zu verteidigen. Dehn Pookahl. Dehn Matchracewanderpokahl.

Leider war um 10 noch alles dicht und keiner da, so dass wir bis zum Start um 13 Uhr noch eine kleine intime Landpartie im Polo starten und meine Latifundien abschreiten konnten. Darauf umherwandeln; schreiten. Zwei schreitende Herren auf der gemähten Wiese.

Dieses gefiel uns so gut, dass wir schon mal 8-9 Schnäpse tranken. Wir als Westfalen trinken gerne Korn. Weizenkorn. Ham wir eigentlich immer in der Tasche. Nach 2 Stunden des Schreitens und Weizenkorntrinkens machten wir uns nochmal zum Stössensee auf, um zu sehen, ob die Herausforderer nun genug Cojones hatten und aus ihren Löchern gekommen waren.

Waren sie, 5 Mannschaften an der Zahl, alle brandgefährlich, hoch motiviert und jede für sich nüchtern.

Bestehend aus:
Annett / Akos, Norbert / Frank, Micha Z. / Otto, Micha W. / Christian, Lui / und ich

Der Wettergott war good on our side, 3-4 Windstärken, mehr oder weniger konstant aus West-Südwest. Schauer und Gewitter waren angedroht, mit entsprechenden Böen um 8. Nach kurzer Taktikbesprechung und 4 weiteren Weizenkorn erklärte Herausforderer 1, nennen wir ihn MW, uns allen die Matchraceregeln.

Krass. Matchracepokalsegeln mit Matchraceregelnerklären.

Manchen sogar zweimal.

Nach gefühlten 2 Stunden gleiten die Boote zu Wasser, der Stössensee führt übrigens gerade Hochwasser, fast könnte man direkt vom Slipwagen aus lossegeln. Riecht auch nicht so übel wie sonst. Also Boote ins Wasser, Piepls rein und los jetzt endlich. Hier gezuppelt, da gezuppelt, Segeltrimm vor und zurück, Jacke aus Jacke an und schon wedelt die Weste zum ersten Start. Herausforderer 2, nennen wir ihn MZ, vergeigt direkt den Start und auch sonst läufts für ihn mal wieder nicht rund, verliert er Meter um Meter, doch halt, was ist denn hier los? Warum fährt unser Boot so bescheuert? Warum verlieren WIR Meter um Meter, fast verlieren wir den Anschluss komplett, Schweißtropfen auf der Stirn, woher kommt dieser Weizenkornmief? Sauerei elende, Lui, segel doch mal richtig, verdammt, da das Westenwedeln, das Zielsignal aber nicht für uns. Oh Mann, shaisse, verloren. Das kann doch nicht wahr sein.

Na, das fängt ja gut an. Also Raceanalyse, 2 Korn kippen, Taktik überprüfen, Mut machen und lauern, wie die Konkurrenz sich anstellt. Taktik über Bord werfen und neues Ziel formulieren. Aggressives Powersegeln, Körpereinsatz, Gegner bedrohen, das ganze Programm.

Diverse Matches füllen die folgenden Minuten und Stunden, nun gewinnen wir zweimal, andere verliern auch und vor dem Start des nicht nur seglerisch, sondern auch persönlich anregendsten finalen Matchs zwischen Weizenlui und mir on the one hand und Micha W. und Christian in the other boat ist die Punkteverteilung folgende.

Einschub. Die anderen Matche hatten wir zwar gewonnen, aber, ohne die Leistung und das Talent der Wettbewerber schmälern zu wollen, unser Boot fuhr grottenschlecht. Kein Speed, keine Höhe am Wind, die Baumbefestigung war lose, das ganze Boot eine Katastrophe. Was sollten wir tun? Lui, was nur?

Wenn wir in diesem letzten Rennen verlieren, belegen wir Platz 3, gewinnen wir, bleibt der Pokal bei uns. Mmmh ein Triple, nach 2006 und 2008 erneut Platz 1 für UNS, war der Pokal erneut zum Greifen nah. Aaah, nur noch kurze Anspannung dann ganz lange Entspannung und ein noch viel länger währender Triumph. Triumphtriumph, lieber Gott steh uns bei, wenigstens heute mal.

Dann, Lui da, das Startwedeln, Eintauchen und ey, guck ma, wie fährt der Weber denn? Hat der seine eigenen Regeln nicht verstanden? Shit, die Wettfahrtleitung sagt ihm Bescheid, Micha, von oben eintauchen, mannomann. Also Lui, schnell, Ree Ree und nochmal Ree, Halse Wende Halse, zack so geht das, haha, vergurkt, Micha, Vorstart verloren heisst alles verloren, ähähähä. Start. Lui, was ist los? Boot fährt immer noch nicht besser? Nein, er überholt, nein bitte nicht, das gibt’s doch gar nicht, neinneinnein warumwarumwarum?

Nun ja, also Sieger Nr. 1: Micha W. / Christian

Sieger Nr. 2: Micha Z. / Otto

Sieger der Herzen und die besseren Segler: Axel und Lui

Sieger Nr. 4: Norbert / Frank

Sieger Nr. 5: Annett / Akos

Herzlichen Glückwunsch den Pokalgewinnern und bis zum nächsten Mal

Axel

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