Match Race - Das spannende Duell Yacht gegen Yacht

Bringen Sie Ihr Team auf Kurs!

Sie ist die Königin unter den Regattadisziplinen im Segelsport. Wie beim weltbekannten "America's Cup" segeln die Teams in einem packenden Event voller Spannung und Nervenkitzel. Es geht sportlich nur um eins: Yacht gegen Yacht – Team gegen Team! Dabei kommt es auf das perfekte Zusammenspiel der gesamten Gruppe an. Nur wenn alle Handgriffe und Abläufe optimal aufeinander abgestimmt sind, segelt die Yacht vorneweg.Die teilnehmenden Crews segeln innerhalb einer Saison in einer Rangliste der Besten auf baugleichen Schiffen um den Match-Race-Pokal.

Wenn Sie ein begeisteter Segler sind und den Konkurrenzkampf nicht scheuen, sind Sie hiergenau richtig. Melden Sie sich und Ihr Team an!
Kontakt: Michael Weber, Tel: 030 324 07 39 

Was ist Match Racing?

Zwei Teams segeln im Duell gegeneinander. Taktik, Teamarbeit und Psychologie entscheiden beim Match Race in Sekundenschnelle. Auf Regelverstöße achten die Schiedsrichter in Begleitbooten und entscheiden sofort.

Die Boote segeln normalerweise von der Startlinie "am Wind" hoch zur Luv-Tonne, die sie runden, um dann unter gesetztem Spinnaker Kurs auf die Lee-Tonne zu nehmen, die in der Nähe der Startlinie positioniert ist. Anschließend geht es erneut hoch zur Luv-Tonne. Diese wird wieder gerundet und dann folgt der letzte Spurt zurück ins Ziel (Startlinie = Ziellinie).

Der Start beginnt mit dem Ankündigungsschuss, welcher fünf Minuten vor dem Start von der Wettfahrtleitung vom Startschiff aus abgegeben wird. Vier Minuten vor dem Start setzt die Wettfahrtleitung eine blaue Flagge und gibt einen Hupton ab. Danach segeln beide Boote - eines mit einer gelben Flagge am Heck, das andere mit einer blauen - innerhalb der nächsten zwei Minuten aus gegenüberliegenden Richtungen hinein in das Startrevier. Bis zum Startschuss folgt ein hartes Duell, in dem sich die Gegner eine vorteilhafte Position für den Start erarbeiten wollen. Ein möglicher Trick besteht darin, den Rivalen unter Ausnutzung der seglerischen Vorfahrtsregeln zum Frühstart zu zwingen. So muss der  Frühstarter  hinter die Startlinie zurück und der andere kann davon ziehen. Sollten bei diesem Manöver beide Boote zu früh über die Startlinie geraten, müssen beide Boote zurück.

Schiedsrichter

Grundsätzlich wird jedes Duell wird von zwei Schiedsrichtern in Motorbooten überwacht. Sie entscheiden über Proteste und verteilen Strafen. Wenn eine der beiden Mannschaften durch hochhalten einer gelb-rot gestreiften Flagge protestiert, um auf einen Fehler des Gegners aufmerksam zu machen, dann können die Schiedsrichter eine der folgenden Flaggen zeigen:

  • Blau: Das Boot mit der blauen Flagge am Heck muss einen Strafkringel absolvieren.
  • Gelb: Das Boot mit der gelben Flagge am Heck muss einen Strafkringel absolvieren.
  • Weiss: "Vor dem Wind" muss das bestrafte Boot den Spinnaker runternehmen, mit dem Bug durch den Wind gehen (Wende), also den Kurs um 180 Grad ändern, und kann dann wieder auf den alten Kurs zurückkehren. "Am Wind" muss das bestrafte Boot abfallen und das Heck durch den Wind drehen (Halse), also den Kurs um mindestens 270 Grad ändern, und darf dann wieder auf den alten Kurs zurück.
  • Grün: Es liegt kein Protestgrund vor.
  • Schwarz: Das betroffene Boot ist sofort vom Rennen disqualifiziert.
  • Rot: Das betroffene Boot muss sofort einen Strafkringel absolvieren und die Identifizierungsflagge setzen.

Das bestrafte Boot darf die Bereinigung einer Strafe zu jeder Zeit des Rennens bis vor der Ziellinie ausführen. Wenn beide Gegner jeweils eine Strafe kassiert haben, dann müssen die Strafkringel nicht absolviert werden, sie gleichen sich aus. Die Anzahl der noch auszuführenden Strafkringel werden den Crews mit blauen bzw. gelben Bällen an einer Stange auf dem Schiedsrichterboot deutlich angezeigt. Kommt für ein Boot eine zweite Strafe hinzu, muss der entsprechende Strafkringel sofort ausgeführt werden. Erhält ein Boot eine dritte Bestrafung, zeigen die Schiedsrichter sofort die schwarze Flagge. Das Boot ist disqualifiziert und hat das Rennen verloren.

Die Regeln

Es gibt zwei grundsätzliche Vorfahrtsregeln, die im Match Race zu beachten sind: Das Boot mit dem Wind von rechts (Steuerbord) hat Vorfahrt, das gegnerische Boot muss sich freihalten. Im Zweibootslängenkreis von einer Wendeboje hat das innen liegende Boot Vorfahrt und darf zuerst wenden. Die Duelle verlaufen in der Regel auf engstem Raum. Über Sieg oder Niederlage entscheiden daher häufig nur ein paar Bootslängen.